Verdun-Fahrt der 9er Klassen

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Wir, die 9er Klassen sind in Riegelsberg vor der Leonardo da Vinci Gemeinschaftsschule gestartet und sind ca. 3 Stunden mit dem Reisebus nach Verdun gefahren. Dort angekommen, waren wir zuerst in der Festung „Fort Douaumont“, in der wir einen Einblick in die Zeit des ersten Weltkriegs der französischen Soldaten bekamen. In der Festung war die Atmosphäre sehr kalt und unhygienisch. Die Umstände waren sehr inhuman. Über der Festung war die Landschaft sehr uneben, mit vielen Hügeln und Gräben. Es ähnelte einer „Mondlandschaft“. Danach waren wir in dem Kriegsdorf „Fleury devant Douaumont“. Dieses Dorf wurde im Zuge des ersten Weltkriegs vollständig zerstört. Wo damals Häuser standen, stehen heute Gedenksteine, die an die Gebäude erinnern sollen. Es gab bspw. eine Wäscherei und eine Schule. Das einzige restaurierte Gebäude war die Kirche, die einmal im Jahr für eine Gedenkfeier geöffnet wird. Als nächstes besuchten wir das Museum „Mémorial“, in dem Kriegsüberreste aufbewahrt und ausgestellt wurden. Es standen z.B. Kriegsuniformen und Medaillen in Vitrinen. Es gab ausführliche Texte, die über die Details von damals informierten. Zuletzt sind wir zu der Kriegsgräberstätte gefahren. Auf diesem Friedhof stehen rund 16.000 Gräber mit identifizierten Soldaten. Der Friedhof bestand aus christlichen, muslimischen und einem jüdischen Grab. Die muslimischen Gräber sind nach Mekka gerichtet. Im Hintergrund steht das Gebeinhaus, in dem sich die Knochen von unidentifizierten christlichen Soldaten befinden. Auf dem Gebäude sieht man Wappen von Städten, die finanziell zu dem Bau des Gebäudes beigetragen haben. Man kann ein Kreuz auf dem Gebeinhaus erkennen, dass aber auch der Form eines Schwertes ähnelt, dass in einem Stein steckt. Es soll den Frieden darstellen. Hinter dem Gebäude kann man durch kleine Fenster die Knochen erkennen, die in dem Gebäude lagern. Die Stadt Verdun soll an die Schrecken und das grausame und sinnlose Leid des ersten Weltkriegs erinnern. Es war ein außergewöhnlicher und besonderer Ausflug, der sehr starke Eindrücke hinterlassen hat. Der Besuch nach Verdun sollte für alle Schüler und Schülerinnen ein Pflichtbesuch sein, denn das Thema darf nicht in den Hintergrund rücken. Der Tag regt uns bis heute noch zum Nachdenken an, da zurzeit auf der Welt Kriege geführt werden und sich jeder für den Frieden einsetzten sollte.

Von: Lina, Maryna und Fiona, Kl. 9c